Medtech

Stärke und Präzision

Die fotochemische Ätzung (auch als chemisches Fräsen oder Fotoätzen bekannt) ist ein wichtiges Fertigungsverfahren in der Medizintechnik (MedTech) zur Herstellung von Metallkomponenten mit höchster Präzision.

Warum das Verfahren in der Medizintechnik eingesetzt wird: Das Verfahren erzeugt Bauteile vollständig ohne Grate oder scharfe Kanten, was für eine sichere Handhabung und den direkten Kontakt mit Patienten von entscheidender Bedeutung ist.

Materialintegrität: Da das Verfahren weder Wärme noch mechanische Kräfte einsetzt (im Gegensatz zu Laserbearbeitung oder Stanzen), bleiben die Materialeigenschaften des Metalls, wie Härte und Kornstruktur, unverändert.

Hohe Präzision: Es ermöglicht Toleranzen von bis zu ±0,025 mm und die Bearbeitung extrem dünner Materialien (bis hinunter zu 0,01 mm).

Biokompatibilität: Das Verfahren eignet sich hervorragend für medizinisch zugelassene Werkstoffe wie Edelstahl (316L), Titan und Nitinol.

Chirurgische Instrumente: Ultradünne und scharfe Skalpelle oder Sägeblätter, die Gewebetraumata minimieren.

Implantate: Komplexe Netze (Meshes) für die Schädel- oder Kieferchirurgie sowie Komponenten für Herzschrittmacher.

Diagnostik: Mikrokanäle in mikrofluidischen Systemen sowie Elektroden für Blutzuckermessgeräte oder tragbare Gesundheitstechnologien.

Filtration: Präzisionsfilter für Dialysegeräte und Infusionspumpen.

Das Verfahren ist sowohl für die Prototypenfertigung als auch für die Serienproduktion besonders kosteneffizient, da digitale Werkzeuge anstelle teurer physischer Formen oder Werkzeuge verwendet werden. Zur Sicherstellung der Qualität arbeiten Hersteller häufig nach der Norm ISO 13485, dem internationalen Standard für Qualitätsmanagementsysteme in der Medizintechnik.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie das Verfahren bei spezifischen Werkstoffen wie Titan oder Edelstahl eingesetzt wird? Kontaktieren Sie uns gerne für eine persönliche Beratung.